Energie-Irrsinn (6/6): Kraftstoffverbrauch senken in der Krise

Aufnahme eines weißen Autos an der Zapfsäule einer Tankstelle. Der Zapfhahn steckt im Fahrzeug und im Hintergrund ist ein weiteres Fahrzeug zu sehen. Ein Symbolbild für Kraftstoffverbrauch und wie man im Alltag Sprit spart.

Dies ist der letzte Teil meiner sechsteiligen Artikelserie über „Energie-Irrsinn und wie du trotz hoher Energiepreise vergleichsweise sparsam durchs Leben kommst“. Hier findest du die vorherigen Teile:

Teil 1: Wenn Weltpolitik an der Zapfsäule einschlägt
Teil 2: Meine Strategie für 7 Euro Strom im Monat
Teil 3: Heizkosten senken ohne Anbieterwechsel
Teil 4: Verborgene Geldfresser bei Wasser und Abwasser
Teil 5: Mobilität als Luxusgut – Die Kostenfalle Auto


Praxistipps zum Spritsparen im Alltag

Kommen wir nun zu meinen einfachen Praxistipps für einen kraftstoffsparenden Verbrauch.

Jeden davon setze ich seit Jahren um, und genau aus diesem Grund ist das gar kein aktives Verhalten mehr von mir, sondern einfach mein Fahrstil. Andere Fahrweisen bedeuten „Unruhe“ für mich.

Vorteil: Du fühlst dich nicht eingeschränkt, und es minimiert dauerhaft deine Kosten.

Da ist zunächst einmal das

Vorausschauende Fahren: Halte genügend Abstand, um unnötiges Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden. Nutze das Momentum des Autos und lass es rollen!

Der nächste Tipp ist

Schaltfaul fahren: Fahre mit möglichst niedriger Drehzahl und schalte früh hoch – ich hasse mittlerweile das Schalten, so faul bin ich geworden, aber für den Verbrauch ist es genial.

Weitere Punkte sind der

Richtige Reifendruck: Erhöhter Rollwiderstand durch zu wenig Luftdruck steigert den Verbrauch deutlich.

und

Gewicht und Aerodynamik: Entferne unnötigen Ballast aus dem Kofferraum und demontiere Dachgepäckträger bei Nichtgebrauch.

Darüber hinaus gilt für mich

Verbraucher ausschalten: Klimaanlage und Sitzheizung verbrauchen Energie. Für mich ist das absoluter Luxus, den ich kaum bis gar nicht nutze.

Und schlussendlich, für einige meiner Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer, die es eilig haben, der nervigste, aber mein Lieblingspunkt:

Gleichmäßige Geschwindigkeit: Vermeide zu hohe Geschwindigkeiten. Ich habe einen sehr gleichmäßigen und ruhigen Fahrstil. Ich bin schaltfaul, fahre sehr vorausschauend und gleichmäßig – andere würden sagen: langsam. Ja, das ist so, aber geringe Geschwindigkeiten bedeuten auch deutlich weniger Kraftstoffverbrauch. Wenn du auf der Autobahn beispielsweise 140 km/h statt 100 km/h fährst, ist der Luftwiderstand schon doppelt so hoch, was deinen Spritverbrauch überproportional in die Höhe schießen lässt.

Ja, ich weiß, jeder hat seinen Fahrstil und ändert diesen ungern – das kann ich absolut nachvollziehen. Ich kenne aus meinem Umfeld auch genügend Personen, die sich über meinen Fahrstil amüsieren, aber am Ende musst du wissen, was du erreichen möchtest. Willst du schnellstmöglich von A nach B kommen, ganz gleich, wie stressig das wird oder wie sehr du dein Fahrzeug verschleißt und den Verbrauch nach oben treibst, oder möchtest du ruhig und möglichst günstig dein Ziel erreichen?

Wenn du bisher bei 1,70 Euro/Liter getankt hast, sechs Liter auf 100 Kilometern verbraucht hast und mit 2.500 Kilometern im Monat recht viel gefahren bist, hast du dafür 255 Euro an Spritkosten gezahlt.

Wenn du es mit diesen Tipps schaffst, deinen Kraftstoffverbrauch auf 4 Liter zu senken, würdest du selbst bei aktuellen Preisen von 2 Euro/Liter nur 200 Euro zahlen. Selbst wenn du es schaffst, deinen Verbrauch nur um einen Liter abzusenken, würdest du bei 250 Euro landen.

Ich denke, aufgrund der aktuellen Lage, ist das für einige ein gangbarer Weg, diese Kosten aufzufangen oder abzufedern, in der Hoffnung, dass sich die geopolitische Lage und damit die Preise wieder beruhigen.

Sicherlich gäbe es noch die Möglichkeit von Elektroautos, um der aktuellen Preistreiberei an der Tankstelle zu entgehen, aber ich möchte mich hier explizit nicht den etwas weltfremden Aussagen von Umweltminister Schneider anschließen. Sicherlich ist es für den Einzelnen eine langfristige Abwägungssache, ob Verbrenner- oder Elektrofahrzeug, aber kurzfristig ist dem „Verbrenner-Fahrer“ sicherlich nicht damit geholfen, dass er sich nun auch noch ein anderes Auto kaufen soll.

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