Dies ist der zweite Teil meiner sechsteiligen Artikelserie über „Energie-Irrsinn und wie du trotz hoher Energiepreise vergleichsweise sparsam durchs Leben kommst“. Hier findest du den vorherigen Teil:
Teil 1: Wenn Weltpolitik an der Zapfsäule einschlägt
Stromkosten senken durch frugale Gewohnheiten und Anbietervergleich
Nun weißt du bereits durch meine „Autokosten & Freiheit-Serie“ und durch meine Artikel zum Haushaltsbuch, dass ich ein begnadeter Datensammler bezüglich meiner Finanzen bin, und da ich im letzten Teil der „Wohnkosten & Freiheit-Serie“ angekündigt habe, in einem separaten Artikel über meine Nebenkosten zu schreiben, werde ich das gleich hiermit verbinden.
Fangen wir aus gegebenem Anlass mit den Stromkosten an.
Warum aus gegebenem Anlass?
Ganz einfach: Vor einigen Tagen kam meine Jahresendabrechnung.
Wenn du aufmerksam diesen Blog verfolgst, weißt du vielleicht, dass ich mittlerweile nicht mehr so hardcoremäßig sparen müsste, wie ich es in meinen 20ern getan habe. Aber es ist längst in Fleisch und Blut bei mir übergegangen, und so komme ich, auch trotz finanzieller Freiheit, nicht aus meiner frugalen Haut.

Ich blicke mittlerweile mit einer gewissen Erwartungshaltung auf solche Abrechnungen. Wenn ich nicht in der „Spitzengruppe der Minimalverbraucher“ der Auflistung meines Energieversorgers auftauchen würde, wäre ich schon fast etwas enttäuscht. Spaß beiseite – aber meine Stromkosten sind sehr gering. Im Schnitt liege ich bei ca. 7 Euro im Monat.
Wie mache ich das?
Zunächst ist meine Zeit zuhause durch Job und Nebenjob natürlich begrenzt. Wenn ich nicht zuhause bin, kann ich logischerweise nicht viel Energie verbrauchen. Tatsächlich ist mein Kühlschrank das einzige elektrische Gerät, das während meiner Abwesenheitszeiten Strom „frisst“, denn wenn ich es nicht nutze oder nicht daheim bin, trenne ich tatsächlich alle elektrischen Geräte vom Strom – und damit meine ich: komplett!
Du wirst in meiner Wohnung keinen Stecker finden, der in der Steckdose steckt, wenn ich nicht da bin. Mein WLAN ist aus, der Fernseher steht nicht auf Stand-by, der Toaster ist nicht eingesteckt und ich habe auch kein Handyladekabel in der Steckdose vergessen.
Was mache ich noch, um Stromkosten zu vermeiden?
- Ich lasse z.B. nie die Kühlschranktür unnötig lange geöffnet.
- Ich wasche mit moderaten Temperaturen.
- Ich koche mit Deckeln auf dem Kochtopf.
- Ich habe einen Durchlauferhitzer für Warmwasser und stelle diesen nicht auf unnötig hohe Gradzahlen für Küche und Badezimmer.
- Ich heize den Backofen nie vor, sondern nutze ihn immer ab der ersten Sekunde.
Nun, ich denke, das sind keine besonderen Spartipps – zumindest kann ich mir das nicht vorstellen, weil ich die meisten davon für logisch und selbstverständlich halte.
Ein Punkt, der sicherlich viel mehr ins Gewicht fällt, ist, dass ich die Preise der Stromversorger vergleiche, und zwar anhand meines durchschnittlichen Verbrauchs und nicht der Angaben des Versorgers. So kann ich individuell schauen, ob der Grundpreis niedriger sein sollte und der Verbrauchspreis höher oder andersherum.
So sieht meine aktuelle Jahresendabrechnung aus:
| Bestandteil | Zeitraum | Menge | Preis netto | Betrag |
|---|---|---|---|---|
| + Verbrauchspreis | 26.12.24-25.12.25 | 518 kWh | 28,03 ct/kWh | 145,20 EUR |
| + Grundpreis | 26.12.24-25.12.25 | 365 Tage | 78,47 EUR/Jahr | 78,47 EUR |
| – Neukundenbonus | 26.12.24-27.12.24 | 84,03 EUR | -84,03 EUR | |
| = Nettobetrag | 139,64 EUR | |||
| 19 % Umsatzsteuer | 26,53 EUR | |||
| = Bruttobetrag | 166,17 EUR | |||
| – geleistete Abschlagszahlungen | -198,00 EUR | |||
| = Guthaben | -31,83 EUR |
Von diesem Bruttobetrag für meine verbrauchten 518 kWh muss dann noch ein Sofortbonus in Höhe von 80 Euro abgezogen werden, den mir Check24 für den Vertragsabschluss über ihre Plattform gewährt hat, sodass ich für das letzte Jahr insgesamt nur 86,17 Euro für Strom bezahlt habe bzw. 7,18 Euro im Monat.
Dieses Verhalten wiederhole ich Jahr für Jahr. Ich schaue mir auf einem Vergleichsportal wie Check24 (keine bezahlte Werbung o.Ä., ich berichte nur über meine positive Erfahrung) die Angebote der Versorger an, wähle das günstigste Modell entsprechend meiner Verbrauchsdaten heraus und beantrage den Wechsel. Es funktioniert super einfach und sichert mir minimale Strompreise.
Da ich Mieter bin, kann ich dieses Verhalten leider nicht auf meine Heizkosten übertragen, aber auch hierfür gibt es einfache Spartipps, ebenso beim Wasserverbrauch. Dies erfährst du aber im nächsten Teil.
Hier geht’s weiter zu Teil 3: Heizkosten senken ohne Anbieterwechsel.





