Dies ist der dritte Teil meiner fünfteiligen Artikelserie über das Thema „Keine Rendite ohne Risiko – Die Risiken der Aktien-ETF-Anlage“. Hier findest du die vorherigen Teile:
Teil 1: Keine Rendite ohne Risiko – Das Fundament
Teil 2: Indexrisiko & die Gefahr von Themen-ETFs
Wie Wechselkurse deine Rendite beeinflussen (und wann es egal ist)
Wir haben ja bereits gelernt, dass ein ETF ein Korb voller Aktien ist. Diese Aktien können, wie beim DAX, alle aus Deutschland kommen, weil die Unternehmen hier ihren Sitz haben, oder bei einem anderen Index, aus ganz unterschiedlichen Ländern stammen. Andere Länder bedeuten allerdings auch andere Währungen.
Dies führt zu Währungsrisiken, aber auch Währungschancen, da die Wechselkurse zwischen den Währungen schwanken.
Wenn die Währungen innerhalb deines ETFs beispielsweise im Vergleich zu deiner Heimatwährung an Wert verlieren, kann das deine Rendite schmälern. Wenn das Gegenteil der Fall ist, steigt deine Rendite.
Beispiel: Nehmen wir an, deine ETF-Fondswährung ist der US-Dollar und deine Heimatwährung der Euro. Wenn bei deinem fiktiven Investmentstart 1 USD = 1 Euro wäre und der Wechselkurs sich in der Folge so entwickeln würde, dass 1 USD = 1,10 Euro wäre (Dollar steigt, Euro fällt), wäre die Rendite deines ETFs gestiegen.
Hinweis:
Das ganze Hin- und Herrechnen mit Wechselkursen kann einen ganz schön verwirren, und man könnte dazu neigen, Währungsrisiken abzusichern oder den ETF statt mit der Fondswährung Dollar in Euro zu wählen. Aber beides macht wenig Sinn. Ersteres ist sehr teuer und der Effekt ist eher gering. Letzteres hat gar keinen Einfluss auf das Währungsrisiko, weil dieses innerhalb des ETFs bei den enthaltenen Aktien und den entsprechenden Währungen liegt, in denen sie gehandelt werden.
Außerdem ist, wie bereits erwähnt, jedes Währungsrisiko auch eine Chance, und ähnlich wie bei Aktien, ist auch bei Währungen eine Diversifikation sinnvoll. Schließlich bekommst du höchstwahrscheinlich all deine übrigen Einnahmen in deiner Heimatwährung und besitzt bereits ein gewisses Klumpenrisiko.
Noch ein weiterer Punkt, der zu deiner Entspannung bezüglich des Währungsthemas beitragen sollte, ist, dass die meisten Unternehmen in deinem ETF weltweit agieren und somit auch ihre Umsätze in den unterschiedlichsten Währungen generieren. Ein Währungsrisiko besteht somit bereits innerhalb des Unternehmens.
Du siehst, diesem Risiko kannst du eigentlich gar nicht entfliehen und musst es auch nicht, weil es sich in den meisten Fällen und auf lange Sicht meist ausgleicht.
Das nächste Risiko wird nicht so umfangreich, versprochen. Es ist potenziell kompliziert, aber ich kürze es ab.
Hier geht’s weiter mit Teil 4: Ausfallrisiko & Liquidität unter der Lupe.





