Wohnkosten & Freiheit (1/4): Der Überblick

Aufnahme eines Taschenrechners und zahlreichen Geldscheinen. Im Hintergrund ist die Baustelle eines Wohnhauses zu sehen – Symbolbild für Wohnkosten in Deutschland.

Dies ist der erste Teil meines vierteiligen Erfahrungsberichtes über das Thema Wohnen auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Hier findest du alle weiteren Teile:

Teil 2: Die Grenzen des Minimalismus
Teil 3: Mein holpriger Weg am Wohnungsmarkt
Teil 4: Ungewöhnlich wohnen für die Unabhängigkeit


Als ich letztens einen Artikel über die Lifestyle-Inflation geschrieben und dort unter anderem erwähnt habe, dass man die Quadratmeterzahl seiner Wohnung vielleicht mal überdenken sollte, dachte ich mir: Ich könnte eigentlich direkt einen separaten Artikel zum Thema Wohnen schreiben.

Ich dachte zuerst daran, von meinen Erfahrungen zu berichten: Während meiner Ausbildung wohnte ich phasenweise im Wohnheim, kehrte dann zu meinen Eltern zurück, startete einen erneuten Versuch im Wohnheim, zog wieder heim und schließlich in meine erste eigene Wohnung – nur um nach einem Jahr erneut bei meinen Eltern einzuziehen.
Dort habe ich die nächsten knapp 9 Jahre verbracht, bis ich mit 30 endgültig bei meinen Eltern auszog.

Klingt ziemlich traurig, oder? Das Muttersöhnchen, das nicht ausziehen mag! Ich höre es schon, während du das liest! Mir klingeln die Ohren! Aber das ist nicht schlimm, ich kenne das. Denk dir deinen Teil – irgendwo hast du ja Recht…

Jetzt ist das hier aber kein Jammer- und „Ich-erzähl-dir-wie-ich-bei-Mutti-gewohnt-habe“-Blog, sondern es geht um Finanzen und den Weg in die finanzielle Freiheit. Rags to Riches, da war doch was…

Der Status Quo in Deutschland

Dazu ein paar Fakten: Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in Deutschland steigt, seit Jahrzehnten. Diesen Trend haben auch Wohnungsmangel und steigende Preise bisher nicht aufhalten können. Gründe sind ein gesellschaftlicher Wandel, mehr Wohlstand und gestiegene Ansprüche.

Laut dem Deutschen Mieterbund sind über die Hälfte (53 %) der Bevölkerung Mieter.
Dies teilen sich auf 21 Millionen Mieterhaushalte auf, von denen über ein Drittel, deutlich, durch Wohnkosten überlastet ist. 3,1 Mio. Haushalte davon zahlen für Kaltmiete und Heizkosten mehr als 40 Prozent ihres Einkommens. 4,3 Mio. Haushalte zahlen zwischen 30 und 40 Prozent ihres Einkommens.

Ganz grob geben die Haushalte im Schnitt 30 % ihres Einkommens für die Miete aus.

So viel zu den allgemeinen Fakten.

Hier geht’s weiter mit Teil 2: Die Grenzen des Minimalismus.

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