Sparen allein reicht nicht! (2/2): Geldanlageverhalten auf dem Prüfstand

Aufnahme von zahlreichen Dollarscheinen, die auf einem Tisch liegen, zusammen mit einer Lupe und einem Taschenrechner – Symbolbild zum Geldanlageverhalten in Deutschland.

Dies ist der letzte Teil meiner zweiteiligen Artikelserie über das Thema „Sparen allein reicht nicht!“. Hier findest du den vorherigen Teil:

Hier geht’s zu Teil 1: Warum das Sparbuch dein Vermögen vernichtet.


Nach einer Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen aus dem Frühjahr 2025 ist mit 41 Prozent der Nennungen das Girokonto die beliebteste Gelanlageform, gefolgt vom Sparbuch mit 35 Prozent.

Quelle: Verband der privaten Bausparkassen

Wieso hat die Erkenntnis über die Inflation dann scheinbar so wenig Auswirkungen auf das tatsächliche Spar- und Geldanlageverhalten der Deutschen?

Dies wäre ein Punkt gewesen, auf den der damalige Finanzminister hätte eingehen können, und zwar: die finanzielle Bildung der Bürger zu stärken.

Denn Fakt ist: Hier ist ein enormer Hebel zur Steigerung des Wohlstandes im Land versteckt. Die Deutschen haben international gesehen eine relativ hohe Sparquote von um die 10 Prozent ihres Nettoeinkommens. Allerdings ist dieses Geld, wie in der obigen Umfrage gesehen, meist völlig falsch angelegt. Dies kommt teilweise durch Unwissenheit oder weil es von Eltern und Großeltern so vorgelebt wurde, aber auch durch ein geschicktes Marketing der Finanzlobby.

Die Finanzlobby und das Märchen vom komplizierten Vermögensaufbau

Denn anders, als man denken mag, gibt es auch durchaus mächtige Profiteure einer finanziell eher dürftig gebildeten Bevölkerung. Nicht ohne Grund versuchen weite Teile der Finanzwirtschaft, die Themen Geldanlage und Vermögensaufbau möglichst kompliziert erscheinen zu lassen. Große Banken und Versicherungen, aber auch normale kleinere Finanzdienstleister leben schließlich davon, dass Ahnungslose und Uninteressierte ihnen ihr Geld „anvertrauen“. Oft werden völlig unnötige Produkte mit hohen Provisionen und kaum Rendite verkauft oder Versicherungen, die niemand braucht. Deutschland ist meiner Meinung nach sowieso ein völlig „überversichertes Land“, in dem viele versuchen, jedes Lebensrisiko über eine Versicherung abzudecken. Vielleicht ist das typisch deutsch, wie die viel beschriebene „German Angst“. Vielleicht ist aber auch das nur geschicktes Marketing einer mächtigen Lobby in diesem Land.

ETF-Sparplan: Der einfachste Weg am Wachstum der Weltwirtschaft teilzuhaben

Dabei muss Geldanlage und Vermögensaufbau nicht kompliziert sein. Heutzutage kann man im Internet leicht zahlreiche Informationen zu diesem Thema finden, wie auf meinem Blog. Am einfachsten ist, dass du bei einem kostengünstigen Broker deiner Wahl einen ETF-Sparplan auf einen möglichst breit aufgestellten Aktienindex auflegst und diesen einfach laufen lässt. Monat für Monat wirst du so in profitable Unternehmen investieren und am Wachstum der Weltwirtschaft teilhaben.

Ein einfacher, aber effektiver Rat, der dir endlos mehr bringen wird, als am Sparbuch zu hängen wie unser einstiger Finanzminister.

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