Dies ist der letzte Teil meiner neunteiligen Artikelserie über das Thema „Wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst – eine 10-Schritte-Anleitung!“. Hier findest du die vorherigen Teile:
Teil 1: Frugalismus als Chance
Teil 2: Das Fundament
Teil 3: Die 25er-Regel
Teil 4: Trinity-Studie & Ewige Rente
Teil 5: Der Nebenjob-Hebel
Teil 6: Marktwert & Karriere-Boost
Teil 7: Gehalt & Lifestyle-Inflation
Teil 8: Depot-Wachstum & Geduld
Die finale Rechnung und was danach kommt
Ziel erreicht!
Glückwunsch! Es war ein harter Weg.
Du hast etwas erreicht, von dem viele Menschen träumen: Du hast bereits in deinen 20ern finanziell ausgesorgt.
Was du damit machst, ist deine Sache.
- Vielleicht hast du mittlerweile Spaß an diesem Lebensstil gefunden und verfolgst ihn weiter.
- Eventuell bist du aber auch der vielen Arbeit überdrüssig und willst erst einmal die Beine hochlegen.
- Womöglich hast du nur auf den Moment gewartet und startest nun in eine lang geplante Selbstständigkeit, wofür dir vorher aus finanzieller Unsicherheit der Mut gefehlt hat.
- Möglicherweise gefällt dir mittlerweile aber auch dein Nebenjob so gut, dass du lieber nur in diesem weiterarbeitest und deinen Hauptjob an den Nagel hängst.
- Vielleicht erwägst du aber auch eine Auswanderung, da du nun finanziell abgesichert bist, und startest nochmal völlig von vorne.
Du merkst schon: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und keinen Zwang und Druck mehr. Du bist endlich dein eigener Herr und kannst über deine Zeit frei bestimmen. Das ist finanzielle Freiheit!
Wenn du den Traum und das Durchhaltevermögen hast, ist es definitiv machbar. Es hängt von dir und deinen Prioritäten ab.
Die harten Fakten
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zählt man in Deutschland mit einem Haushaltseinkommen, das zwischen 80 % und 150 % des Medianeinkommens liegt, zur Mittelschicht. (Das Medianeinkommen bedeutet: Die Hälfte der Bevölkerung verdient mehr und die andere Hälfte weniger.)
Für einen Single würden das, nach dieser Studie, Nettobeträge von 1.850 – 3.470 Euro bedeuten. Der Mittelwert daraus wären 2.660 Euro. Wenn man zu diesem Betrag die Minijob-Freigrenze von 603 Euro dazurechnet, landen wir bei 3.263 Euro. Für einen sehr ambitionierten Frugalisten, der bereits in seinen 20ern ausgesorgt haben will, sind 1.000 Euro Ausgaben im Monat, denke ich, fair kalkuliert.
Ich weiß, jetzt kommen die vielen „Abers“. Die gibt es sicher bei einigen, die in teuren Städten mit hohen Mieten wohnen. Aber grundsätzlich sind diese Werte keine Fantasie…
Ich bin mittlerweile finanziell frei und meine Ausgaben liegen nur knapp darüber. In meinen 20ern, während meiner „Vollgas-Phase“, lag ich dort noch einmal deutlich drunter. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.
Bedient man nun, einen der zahllosen Zinseszins- und Sparrechner im Internet, landet man nach 10 Jahren bei einer Sparrate von 2.263 Euro im Monat und einer 8%igen ETF-Rendite bei etwa 410.000 Euro.
Wenn man aufgrund einer 2%igen durchschnittlichen Inflation mit 6 % Rendite rechnet, wären es nach heutiger Kaufkraft immer noch 370.000 Euro.
Selbst bei nur 8 Jahren und inflationsbereinigter Rendite wären es nach heutiger Kaufkraft 278.000 Euro.
Bei jährlichen Ausgaben von 12.000 Euro und dem 25-fach notwendigen Vermögen zur finanziellen Unabhängigkeit, würde ich sagen: Ziel erreicht!





