Dies ist der dritte Teil meiner neunteiligen Artikelserie über das Thema „Wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst – eine 10-Schritte-Anleitung!“. Hier findest du die vorherigen Teile:
Teil 1: Frugalismus als Chance
Teil 2: Das Fundament
Job & Sparen: Wie viel Kapital brauchst du wirklich?
Schritt 2: Der Job
Unter dem Punkt „Fundament“, habe ich bereits davon geschrieben, dass Bildung essenziell ist. Du musst kein Raketenwissenschaftler sein. Eigentlich musst du nicht mal lesen und schreiben können – schließlich gibt’s auch Menschen, die ohne diese Dinge erfolgreich wurden – aber es macht es so unendlich viel leichter.
Mache nach der Schule eine Berufsausbildung oder ein Studium oder starte vielleicht auch direkt in die Selbstständigkeit. Aber stelle sicher, dass du über Wissen oder Fähigkeiten verfügst, die für irgendjemanden von Nutzen sind und für die dieser Jemand dich bezahlt.
Schritt 3: Das Sparen
Mit dem vorherigen Punkt, einem Job, hast du sichergestellt, dass du über Einnahmen verfügst. Nun geht es darum, wie du mit diesen umgehst. Das Prinzip ist denkbar einfach: Gib weniger aus, als du einnimmst! Wie du das machst, ist völlig egal. Aber je mehr du es schaffst, von deinem Einkommen beiseite zu legen und mit dem Rest ein auskömmliches Leben zu führen, desto schneller hast du finanziell ausgesorgt. Sparst du beispielsweise gar nichts, hast du niemals ausgesorgt und kannst auch niemals in den Ruhestand gehen. Denn die gesetzliche Rente wird nicht ansatzweise ausreichen, um deinen Lebensstandard im Alter zu erhalten, wenn du aktuell jeden Monat dein vollständiges Gehalt ausgibst.
Hast du auf der anderen Seite eine Sparquote von 100 %, lebst du scheinbar von Luft und Liebe oder auf Kosten deines Partners oder deiner Familie. Glückwunsch, du kannst sofort in den Ruhestand gehen und hast finanziell ausgesorgt. Logischerweise wird die Realität irgendwo dazwischen liegen.
In der Frugalisten- und FIRE-Community gibt es diesbezüglich einen Richtwert, der angibt, dass du finanziell unabhängig bist, wenn du über ein Vermögen von etwa dem 25-fachen deiner jährlichen Ausgaben verfügst.
Das heißt in der Praxis:
Schraube deine Ausgaben auf ein für dich erträgliches Minimum herunter. Hinterfrage, wofür du dein Geld ausgibst und ob dir all die üblichen Konsumanschaffungen tatsächlich einen Mehrwert bieten. Je genügsamer du bist, desto eher bist du finanziell frei.
Dafür bedarf es allerdings noch des nächsten Schrittes.
Hier geht’s weiter mit Teil 4: Trinity-Studie & Ewige Rente.





