In deinen 20ern finanziell aussorgen (4/9): Trinity-Studie & Ewige Rente

Aufnahme eines jungen Paares, das in einer Bibliothek sitzt und Bücher über das Investieren und die Trinity-Studie liest. Ein Symbolbild für das richtige Investieren und Entnahmestrategien.

Dies ist der vierte Teil meiner neunteiligen Artikelserie über das Thema „Wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst – eine 10-Schritte-Anleitung!“. Hier findest du die vorherigen Teile:

Teil 1: Frugalismus als Chance
Teil 2: Das Fundament
Teil 3: Die 25er-Regel


Richtig investieren & Entnahmestrategien für dein Depot

Schritt 4: Das Investieren

Da du in früheren Artikeln – wie „Sparen allein reicht nicht – Warum das Sparbuch dein Vermögen vernichtet“ – aufgepasst hast, weißt du ja bereits, dass du mit Girokonto, Sparbuch, Tages- und Festgeld nicht weit kommst. Es bedarf also einer anderen Geldanlageform.

Die habe ich in mehreren Artikeln – wie hier oder hier – bereits beschrieben.

So eine breit gestreute Aktien-ETF-Geldanlage wird dir langfristig, nach historischen Daten, eine Rendite von irgendwo zwischen 6 und 10 % p.a. (jährlich) einbringen.

Dies ist die Voraussetzung dafür, dass das im vorherigen Abschnitt erwähnte 25-fache Vermögen deiner jährlichen Ausgaben ausreicht, um die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

Warum? Weil du dir laut der Trinity-Studie eine ewige Rente aus deinem Wertpapierdepot gönnen kannst, wenn die jährliche Entnahmerate nicht über 4 % (ein Fünfundzwanzigstel deines anfänglichen Vermögens) liegt. Du hast richtig gehört: Eine ewige Rente, ohne dass dein Kapital aufgezehrt wird. Dies wird möglich, indem der Ertrag deines Vermögens höher ist als deine Entnahme oder aber diese genau abdeckt.

Nun gibt es natürlich auch Kritik an dieser Studie – etwa, dass dort die Steuer auf diese Beträge nicht berücksichtigt ist. Das ist auch völlig richtig. Weiterhin fügen viele an, dass man einen gewissen Sicherheitspuffer einplanen sollte, weil die Aktienkurse schwanken (das taten sie natürlich auch in der Studie) und man ja nie wissen könne. Nach dem Motto: Lieber doch einen Sicherheitspuffer einplanen, als später möglicherweise doch mit zu wenig Geld dazustehen, weil die Entnahmerate zu hoch war.

Diese Gedanken und Gefühle kann ich auch durchaus nachvollziehen, aber es handelt sich um eine Faustregel. Selbstverständlich sind 3 % Entnahmerate sicherer. Was ebenfalls bedacht werden sollte, ist ein Punkt, den ich zu Beginn dieses Artikels erwähnte:

Es ist in der Praxis schwer vorstellbar, dass jemand mit 30 oder 40 Jahren in Rente geht und dann den Rest seines Lebens wirklich GAR NICHTS mehr macht, was auf irgendeiner Ebene für Einnahmen sorgt.

Ich meine, man steht in dieser Zeit noch so ziemlich in der Blüte seines Lebens. Selbst wenn man seinen bisherigen Job hasste und etliche Hobbys und eine große Familie hat, denke ich, dass das ziemlich unwahrscheinlich ist.

Da es in diesem Artikel aber nicht um die vorzeitige Rente mit 40, 50 oder 60 geht, sondern darum, wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst, reicht es nicht, irgendwann diese finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Du willst es so früh wie möglich schaffen und musst daher etwas mehr Gas geben als andere. Das gelingt dir unter anderem mit dem nächsten Schritt.

Hier geht’s weiter mit Teil 5: Der Nebenjob-Hebel.

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