Börse & Psychologie (1/3): Rekordkurse trotz Krisenstimmung?

Symbolbild zum Jahreswechsel: Eine zufriedene Person mit Sektglas vor einer DAX-Tafel mit Allzeithoch. Im Hintergrund Skyline, Neujahrsfeuerwerk und Passanten mit schlechter Stimmung – Illustration der Diskrepanz zwischen Alltagskrise und Börsenrallye.

Dies ist der erste Teil meiner kleinen Artikelserie zum Jahreswechsel. Hier findest du alle weiteren Teile:

Teil 2: Augen auf im Pessimismus-Dschungel
Teil 3: Die Börse – ein Ort der Chancen und des Optimismus


Stimmung im Keller – Börsen auf Allzeithoch

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Stimmung in Deutschland ist im Keller.

Ständiger Streit in der Regierungskoalition, was schon an die Ampel-Jahre erinnert, Reformstau an allen Ecken und Enden, zunehmender Jobabbau in der Wirtschaft, ein steigendes Unsicherheitsgefühl auf den Straßen – und am Ende des Tunnels tut sich bislang kein Licht auf, was einen auf bessere Zeiten hoffen lässt.

„Deutschland ist im Abstieg begriffen.“

So der Tenor in den Medien und in den meisten Gesprächen, die ich diesbezüglich führe. Optimismus ist Mangelware.

Nun, dieses Gefühl kommt ja nicht von ungefähr und kann man nicht nur auf eine scheinbar so typisch deutsche Miesmacherei zurückführen, sondern es ist durch handfeste Fakten und Probleme klar ersichtlich.

Dennoch gibt es sie, die positiven Ausreißermeldungen in der sonst so düsteren Medienlandschaft.

So stieg der deutsche Aktienmarkt (DAX), trotz aller Negativmeldungen in diesem Jahr um 23 %.

Sicherlich hat dies diverse Gründe und ist nicht durch eine überraschende Stärke der deutschen Wirtschaft zu begründen, sondern eher mit Zinssenkungen und einem Umschichten mancher Investoren aus dem Dollarraum, aufgrund negativer Wechselkursentwicklung. Ebenso damit, dass es sich bei den DAX-Konzernen eher um weltweit agierende Unternehmen handelt und der eigentliche „Heimatmarkt“ nur einen Bruchteil ihrer globalen Umsatzströme ausmacht.

Dies wird besonders deutlich, wenn man sich im Vergleich dazu, die Charts der jeweils kleineren deutschen Aktienindizes, des MDAX und SDAX, anschaut. Dort findet man eher, was man als deutschen Mittelstand bezeichnen kann. Die 5-Jahres-Charts beider Indizes spiegeln dabei die Krise der deutschen Wirtschaft gut wider.

So ist der MDAX auf 5-Jahres-Sicht überhaupt nicht gewachsen und der SDAX nur um etwa magere 16 %. Aufbruchstimmung sieht anders aus.

Nun ist es leicht, sich in den negativen Reigen einzureihen und weiter auf die miese Stimmung drauf zu schlagen, aber ich bin an der Börse, weil ich ein Optimist bin und die Chancen betrachten möchte. Ich kriege es nicht ganz zusammen, aber wie sagt man so schön:

„Die schönsten Gebäude in Manhattan an der Park Avenue, sind nicht von Pessimisten erbaut worden.“

Hier geht’s weiter mit Teil 2: Augen auf im Pessimismus-Dschungel

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