Energie-Irrsinn (3/6): Heizkosten senken ohne Anbieterwechsel

Aufnahme eines weißen Thermostats vor aufgefächerten 50-Euro-Scheinen, die auf einem weißen Untergrund liegen. Ein Symbolbild für Heizkosten.

Dies ist der dritte Teil meiner sechsteiligen Artikelserie über „Energie-Irrsinn und wie du trotz hoher Energiepreise vergleichsweise sparsam durchs Leben kommst“. Hier findest du die vorherigen Teile:

Teil 1: Wenn Weltpolitik an der Zapfsäule einschlägt
Teil 2: Meine Strategie für 7 Euro Strom im Monat


Effiziente Raumtemperatur und Stoßlüften: So sparst du 6 % pro Grad

Im vorherigen Teil habe ich dir bereits verraten, wie ich meine Stromkosten niedrig halte – sowohl durch einen geringen Verbrauch als auch durch einen jährlichen Vertragswechsel und geschickten Vergleich zwischen den Stromversorgern. Auf diese Weise schaffe ich es, meine Stromkosten auf ca. 7 Euro im Monat zu drücken, ohne dass ich mich im Alltag einschränke.

Bei meinen anderen Nebenkosten geht dies nicht so leicht. Da ich als Mieter mit einer zentralen Gasheizung den Gasanbieter nicht frei wählen kann und beim Wasser sowieso an den lokalen Versorger gebunden bin, sind die Gestaltungsspielräume hier schon deutlich enger.

Trotz alledem gibt es natürlich auch hier Einsparmöglichkeiten, die ich konsequent nutze und die auch du leicht umsetzen kannst.

Richtig heizen und lüften im Alltag

Zunächst einmal solltest du beim Heizen dein Thermostat richtig einstellen, denn schon ein Grad weniger Raumtemperatur reduziert deinen Energieverbrauch um 6 %. Die Stufe 1 auf dem Thermostat entspricht dabei in etwa einer Temperatur von 12 Grad. Der Abstand zwischen den Stufen beträgt circa 4 Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgende Raumtemperaturen:

  • Wohnzimmer: 20 °C (Stufe 3)
  • Schlafzimmer: 18 °C (Stufe 2.5)
  • Wenig genutzte Räume: 16 °C (Stufe 2).

Ich selbst weiche von diesen Werten sogar noch leicht nach unten ab, einfach weil ich es in meinem Schlafzimmer gern kühl mag (maximal Stufe 2) und im Wohnzimmer reicht mir meistens die Stufe 2.5, aber das ist keine Empfehlung, sondern reine Präferenz.

Ein weiterer Tipp ist das richtige Lüften. Hier solltest du dein Fenster nie dauerhaft gekippt lassen, sondern für 5-10 Minuten zwei- bis dreimal täglich stoßlüften, also das Fenster weit öffnen. Achte darauf, die Heizkörper bei diesem Vorgang abzudrehen, um nicht für die Straße zu heizen!

Abschließend sorge ich dafür, dass die Heizkörper möglichst wenig durch Möbel oder Vorhänge zugestellt beziehungsweise verdeckt sind und dass ich die Türen zu unterschiedlich beheizten Räumen stets geschlossen halte.

Alles Dinge, die einfach umzusetzen sind, aber deine Heizkosten massiv senken werden.

Hier geht’s weiter zu Teil 4: Verborgene Geldfresser bei Wasser und Abwasser.

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