Dies ist der dritte Teil meiner fünfteiligen Artikelserie über das Thema „Hör auf Lotto zu spielen und nimm dein Leben endlich selbst in die Hand!“. Hier findest du die vorherigen Teile:
Teil 1: Die gefährliche Illusion vom schnellen Glück
Teil 2: Der Wunsch nach Freiheit und die Falle der Passivität
Die Schule des Lebens: Warum erarbeiteter Reichtum beständiger ist
Mir geht es um Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – das sind zentrale Punkte im Leben, die ich für wichtig halte.
Ich habe selbst alle Mittel in der Hand, um mein Leben zu verändern, in eine andere Richtung zu lenken und zum Positiven zu wenden. Das ist für mich die Story von „Rags to Riches“ – das Streben nach Glück.
Wenn ich nur auf meinen Lottoschein und die „Lostrommel“ schaue und meine Ziele und Träume nur an eine vage Hoffnung klammere, habe ich doch schon verloren – oder?
Schauen wir doch mal, was aus bekannten Lotto-Gewinnern wurde? Meistens sind es doch Geschichten wie diese: „Durchschnittstypen“ oder „Mittellose“ gewannen einen Millionenbetrag und protzten und prahlten, was das Zeug hält. Das Leben geriet aus den Fugen und der Abstieg begann. Oft wurde es sogar schlechter als vorher, weil soziale Bindungen auseinanderfielen und manche sogar auf der Straße oder im Knast landeten.
Selbstverständlich würde jetzt jeder sagen: „Aber das passiert mir doch nicht, ich wüsste genau, was ich mit dem Geld machen würde.“ Na klar, eine grobe Idee hatten diese glücklichen Gewinner sicher auch, aber dann später tatsächlich in dieser Situation zu sein, ist etwas völlig anderes.
Wenn man den Weg selber geht und sich seinen Erfolg Stück für Stück erarbeitet, weiß man, welcher Wert dahintersteckt. Man weiß auch, welche Verhaltensweisen ursächlich für diesen Erfolg sind und welche essenziell sind, um diesen zu bewahren. Es ist die Schule des Lebens, die dich langsam darauf vorbereitet, was kommt.
Bei einem Lottogewinn ist das anders. Von heute auf morgen ändert sich alles – ohne Vorbereitung! Es ist der Extremfall. Dieses Phänomen kann man auch in anderen Bereichen beobachten: Sportler, die in jungen Jahren eine rasante Karriere hinlegen und plötzlich mit Geld überschüttet werden, oder Schauspieler oder Musikstars, die plötzlich ihren großen Durchbruch feiern. Überall tritt in solchen Fällen oftmals eine gewisse Überforderung auf, die zu so manchem ausschweifendem Fehler führt.
Ich denke, das ist menschlich und recht normal, wir sind ja keine Maschinen. Insbesondere bei den letzten Varianten muss man auch nochmal unterscheiden, schließlich haben diese Personen oftmals jahrelang darauf hingearbeitet, dass sie nun diese Erfolge feiern können. Ein Lotto-Spieler hat dies nicht.
Er hat die Hoffnung. Entgegen dieser Hoffnung steht aber die mathematische Wahrscheinlichkeit.
Hier geht’s weiter zu Teil 4: Die nackten Zahlen des Wahnsinns.





