Dies ist der erste Teil meiner zweiteiligen Artikelserie über den „Alltagstipp Haushaltsbuch“. Hier findest du den nächsten Teil:
Hilfsmittel zur Selbstdisziplin
Heute möchte ich euch mal von einem simplen Alltagstipp berichten, der mir extrem geholfen hat, meine Finanzen zu strukturieren und meine Sparquote zu erhöhen.
– Das Haushaltsbuch –
Zugegeben, es klingt etwas nach Oma – zumindest assoziiere ich das irgendwie immer damit – die alte Frau, die sich daheim penibel die eigenen Ausgaben mit Zettel und Stift notiert, um einen Überblick über ihre Finanzen zu bekommen.
Aber warum, ist dieser Umstand scheinbar so negativ etikettiert? Ich weiß es nicht, vielleicht war es irgendwann nicht mehr hipp und cool genug sich seine Ausgaben zu notieren, der Endlichkeit der eigenen finanziellen Mittel bewusst zu sein und sich selbst zu disziplinieren. In einer auf Konsum und Status ausgelegten Welt wirkt Kontrolle, Maß halten und das Hinterfragen des eigenen (Konsum-)Verhaltens vielleicht nicht mehr allzu erstrebenswert.
Aber obwohl sich die Welt ja immer weiterdreht und die Entwicklung beständig voranschreitet, scheinen manche Verhaltensweisen, die scheinbar von der Großelterngeneration stammen, gar nicht so verkehrt und wohl durchdacht.
In der heutigen Zeit wird man überall mit Werbung bombardiert und diese ist, durch den technischen Fortschritt und KI-Algorithmen auch noch zunehmend auf deine persönlichen Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten. Das ist einerseits natürlich positiv sowohl für Werbetreibende, die ihre Werbeausgaben heute viel präziser einsetzen können und dadurch finanzielle Mittel für andere Investitionen frei haben, als auch für Verbraucher, die viel einfacher und schneller an die von ihnen gesuchten und genutzten Güter gelangen.
Der Nachteil – du wirst ständig durch interessante und von dir gewünschte Artikel zum Konsum verleitet, dem man in diesem Fall natürlich umso schwerer widerstehen kann.
Da kommt das Haushaltsbuch ins Spiel. Es ist eine Art Werkzeug, um dich selbst zu disziplinieren.
Ein Spiegel, der dir ständig vorhält, für was du dein Geld ausgibst und dir einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben verschafft. Ein netter Nebeneffekt – so ist es zumindest bei mir – es löst psychologisch eine Art Challenge aus, die Ausgaben zu verringern und den Überschuss am Monatsende zu erhöhen.
Weiterlesen – Teil 2: Tools & Vorlagen.





