Dies ist der erste Teil meiner fünfteiligen Artikelserie über „Smarte Entnahmestrategien“. Hier findest du alle weiteren Teile:
Teil 2: Steuern sparen mit dem Grundfreibetrag
Teil 3: Krankenkassenbeiträge für Privatiers
Teil 4: ETF-Teilfreistellung und FIFO-Tricks
Teil 5: Netto-Bilanz und der Midijob-Hebel
Warum die Trinity-Studie dein Fundament für den Ruhestand ist
In einem vergangenen Artikel hatte ich bereits einmal die Trinity-Studie und eine mögliche Entnahmestrategie erwähnt, wenn du das Ziel der finanziellen Freiheit erreicht hast und nun von deinem Ersparten und deinen Erträgen leben möchtest.
Dies ist ein sehr weites und komplexes Thema, bei dem man tief in wissenschaftliche Arbeiten eintauchen könnte, um seine Entnahmerate zu optimieren und dafür zu sorgen, dass einem einerseits nie das Geld ausgeht und man andererseits die maximal mögliche Entnahme aus seinem Depot vornimmt. Finanzwissenschaftler und Nobelpreisträger haben sich darüber den Kopf zerbrochen, und es gibt die unterschiedlichsten Herangehensweisen hierfür.
Ich mag es simpel! Bei all dieser trockenen Mathematik-Theorie vergeht mir schnell die Freude am Vermögensaufbau und einer möglichen Ruhestands-, Teilzeit- oder Freiheitsplanung.
Ich bevorzuge Faustformeln wie die 4 %-Regel – besitze das 25-fache Vermögen deiner jährlichen Ausgaben, und du bist finanziell unabhängig. Du könntest dir dann eine ewige Rente aus deinem Wertpapierdepot gönnen, wenn die jährliche Entnahmerate nicht über 4 % (ein Fünfundzwanzigstel deines anfänglichen Vermögens) liegt, und diesen Betrag sogar noch jährlich an die Inflation anpassen.
Das sind Dinge, die ich überblicken kann, auch ohne Mathematik studiert zu haben, und sie setzen mir ein klares, erreichbares Ziel – selbst wenn so eine Faustformel an der einen oder anderen Stelle mal hakt und etwas ungenau ist.
In diesem Artikel soll es aber nicht um wissenschaftliche Arbeiten zu Entnahmestrategien gehen, sondern um einen anderen Optimierungstipp – dem Nutzen des gesetzlichen Existenzminimums als Privatier.
Klingt auch kompliziert, ich weiß, aber es ist nicht ganz so abstrakt wie wissenschaftliche Entnahmestrategien, sondern etwas praxisnäher am deutschen Steuerrecht.
Hier geht’s weiter zu Teil 2: Steuern sparen mit dem Grundfreibetrag.





