Dies ist der erste Teil meiner neunteiligen Artikelserie über das Thema „Wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst – eine 10-Schritte-Anleitung!“. Hier findest du alle weiteren Teile:
Teil 2: Das Fundament
Teil 3: Die 25er-Regel
Teil 4: Trinity-Studie & Ewige Rente
Teil 5: Der Nebenjob-Hebel
Teil 6: Marktwert & Karriere-Boost
Teil 7: Gehalt & Lifestyle-Inflation
Teil 8: Depot-Wachstum & Geduld
Teil 9: Ziel erreicht!
Modelle außerhalb des gesellschaftlichen Mainstreams
Zugegeben, der Titel klingt ganz schön reißerisch und wird wohl die unterschiedlichsten Gefühle hervorrufen, wie „Was ist das jetzt wieder für ein Quatsch?“, „Ohne zu erben oder kriminell zu werden, ist das eh nicht möglich!“ oder „Welchen Plan hat die faule Jugend jetzt schon wieder, um sich vor der Arbeit (bis ins hohe Alter) zu drücken?“, „Bestimmt wieder irgend so ein Online-Business oder, noch besser, ein Schneeballsystem! Alles Betrug!“, „Für Normalbürger und jedermann ist das nichts!“
Oder aber: „Was ist das? Und kann das funktionieren?“, „Ich möchte auch aus dem Hamsterrad ausbrechen und ein freieres und selbstbestimmteres Leben führen.“
Vorab für alle Nörgler, Pessimisten und Schwarzmaler: Mir ist schon klar, dass das etwas ungewöhnlich wirkt und sich die meisten bis zu ihrer Rente abrackern, um all ihre Lebenshaltungskosten und Ansprüche zu bedienen. Aber es gibt auch noch Modelle außerhalb des gesellschaftlichen Mainstreams.
Da ist die FIRE-Bewegung und das Modell des Frugalismus – beides zielt darauf ab, seine Ausgaben zu reduzieren und seine Ersparnisse zu maximieren. Diese Ersparnisse werden dann gewinnbringend angelegt und sind das Fundament dafür, möglichst früh in Rente zu gehen – oft bereits schon mit 40 Jahren.
Warum „Rente mit 40“ für mich nicht das Ziel war
Klingt gar nicht schlecht, oder? 27 Jahre früher in Rente – da hat man nun wirklich was von seinem Ruhestand. Außerdem sieht es mit der gesetzlichen Rente ja auch nicht so gut aus, wie du hier schon gelesen hast.
Warum nenne ich den Artikel dann, „Wie du bereits in deinen 20ern finanziell aussorgst!“ und nicht „Die Rente mit 40 und wie du sie erreichst!“?
Ganz einfach: Mich hat dieses ganze „möglichst früh in Rente und nie wieder arbeiten“-Thema nie abgeholt. Ich hatte keinen Bezug dazu. Natürlich habe auch ich oft genug über meinen Job abgekotzt, über die Kollegen geschimpft und einfach die Schnauze voll gehabt, aber Rente? Nie wieder arbeiten? Das klang für mich immer so nach Hängematte und „ich mache jetzt gar nichts mehr“. Aber man braucht doch eine Aufgabe im Leben, ein Ziel, eine Tätigkeit, die einen jeden Morgen voller Tatendrang aufstehen lässt und einem Freude bereitet.
Sicherlich, es gibt Hobbys… und etliche Kollegen, Freunde und Bekannte könnten und würden mir jetzt wieder ewige Vorträge darüber halten, dass sie kein Problem damit hätten, schon jetzt in den Ruhestand zu gehen, weil sie „zu Hause genug zu tun haben“ und endlich Zeit für die Dinge hätten, für die sie all die Jahre keine Zeit hatten.
Yes, da habt ihr einen Punkt! Es gibt aber mindestens ebenso viele Beispiele in meinem Umfeld, die genau daran zerbrochen sind – zu viel Zeit, keine Struktur im Tagesablauf und keine wirkliche Aufgabe mehr. Nicht selten waren es dieselben Personen, die vorher groß getönt haben, „wie viel sie zu tun hätten“. Das ist kein Vorwurf, niemand ist davor gefeit. Ich denke nur, man sollte sich eine grobe Vorstellung davon machen, wer man ist, wie man tickt und was man möchte.
Ich habe mir diese Vorstellung gemacht, mein Ziel formuliert und viele Jahre hart darauf hingearbeitet. Es hat funktioniert, und nun schreibe ich hier darüber.
Kommen wir nun zur konkreten Anleitung, wie du es schaffst, in deinen 20ern finanziell auszusorgen.
Hier geht’s weiter mit Teil 2: Das Fundament.





